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News der Montessori Schule Landau

Politische Bildung hautnah

 

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Schülerinnen und Schüler der Freien Montessorischule Landau am runden Tisch mit Oberbürgermeister Hirsch
Im Rahmen eines Ethikprojektes haben sich sechs Schülerinnen und Schüler der Freien Montessorischule Landau mit dem Verhältnis von Mensch und Tier beschäftigt. Aus aktuellem Anlass bot sich das kontroverse Thema „Ponyreitbahn auf dem Herbstmarkt“ an. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten Hintergründe dieser häufig kritisierten Tradition und diskutierten im Unterricht die Argumente der Befürworter und der Gegner.


Die Fürsprecher betonen besonders, dass die Tiere unversehrt sind und sich der Betreiber an alle Richtlinien hält. Die Schüler beziehen klar Position und lehnen diese Art der Unterhaltung ab. Zum einen stellen sie die Frage nach der Sicherheit der Kinder, die ohne Helm eigentlich nicht reiten dürften. Zum anderen sorgt sie das Wohlergehen der Ponys, die 24 Stunden lang den Lärm der Fahrgeschäfte erdulden und monotone Bewegungen ausführen müssen. Die allem zugrunde liegende moralische Frage aber richtet sich nach dem Verhältnis des Menschen zu Tieren. Dürfen wir Tiere als Gegenstände betrachten, die uns Menschen dienen und unterhalten müssen? Oder sind Tiere leidensfähige Wesen mit Gefühlen, die unserer Fürsorge und Zuwendung bedürfen?
Gut auf Diskussionen mit den Passanten vorbereitet, unterstützten sie die Tierrechtsgruppe Schüler für Tiere aus Kandel an ihrem Infostand vor dem Herbstmarktgelände. Dort boten sie den Herbstmarktbesuchern an, in einem Brief an den Landauer Stadtvorstand Kritik am Ponykarussell zu äußern. So trugen sie dazu bei, dass rund 2000 Briefe gesammelt wurden. Diese wurden am Donnerstag, den 22.09.16, Herrn Oberbürgermeister Hirsch von Sabine Luppert, Vorsitzende des Vereines Schüler für Tiere, übergeben. Die Schüler durften an den Gesprächen teilnehmen und so erfahren, wie Bürgerbeteiligung aussehen kann. Auch wenn sie die Erfahrung machen mussten, dass Engagement nicht immer zum gewünschten Ziel führt, haben sie ganz ohne Lehrwerk gelernt, wie Demokratie funktionieren kann und dass sie vor allem ganz schön anstrengend ist.